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Erfahrungsbericht BERG Buddy Lua: Gokarts sind wahrhaftig nix für Mädchen – oder?

von Daniela Dietz
Veröffentlicht am: Aktualisiert am:
Gokart-Teststrecke

Gokarts sind nix für Mädchen – oder?

Erfahrungsbericht BERG Buddy Lua: Also ich versuche ja, meine Tochter so zu erziehen, dass sie nicht in festen Geschlechterrollen denkt. Dennoch kommt sie manchmal von der Schule und sagt so verrückte Dinge wie: „Die Laura hatte einen Jungs-Pulli an.“ Oder befindet, dass bestimmte Spielzeuge „eher was für Jungs“ seien als für Mädchen. Und dann wieder achtet sie ganz bewusst darauf, dass sie eben nicht allzu girlie-mäßig unterwegs ist und vermeidet Pink- und Lila. Ich habe das Gefühl, eine Mischung ist ganz gut – sodass sie sich als Mädchen fühlen kann, ohne damit in irgendwelche Rollen oder Klischees gepresst zu sein.

Mit dem BERG Buddy Lua Gokart war es genau so. „Gokarts – ey, das ist doch nix für Mädchen“ – sagte der Nachbarsjunge und brachte meine Tochter damit kurz aus dem Konzept. Denn ihre Augen hatten gestrahlt, als sie jüngst bei ihrem Cousin ein Gokart gesehen und ausprobiert hat. Wie ein alter Profi reingesetzt und losgedüst. Von wegen, nix für Mädchen.

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Kurzum, ich wollte ihr auch ein Gokart besorgen. Langlebig sollte es sein und am besten mitwachsen. Dass es Sicherheit bieten und nicht bei erster Gelegenheit einen Platten haben sollte, versteht sich. Meine Recherche führte mich zu BERG und ich durchstöberte die Buddy-Reihe, die perfekt für das Alter meiner Tochter sind. Ab drei Jahren kann man sie befahren und durch den verstellbaren Sitz wächst der BERG Buddy Lua, ein Pedal-Gokart, mit, bis sie acht wird oder über 50 kg wiegt. Der Rahmen ist stabil und auf ihn gibt es zwei Jahre Garantie, wenn man sich bei BERG registriert, sogar fünf!

Was ich ebenfalls cool fand: Das BERG Buddy Lua hat, wie alle aus der Buddy-Reihe, eine Rücktrittsbremse, mit der man das Gefährt schnell zum Halten bringt und dann sofort, wenn man will, rückwärts weitertreten kann. BERG nennt das BFR-System, für Brake (Bremsen), Freewheel (Freilauf) und Revers (Rückwärts). BERG produziert lokal und wertig – ein weiterer Haken auf meiner Wunschliste kann gesetzt werden.

Video: Gokarts sind nix für Mädchen – oder?

BERG Buddy Lua: Aufbau und Umbau mit Prädikat „kinderleicht“

Natürlich wollte ich meiner Tochter das gute Stück fix und fertig aufgebaut präsentieren und hatte schon ein wenig Bammel vor der Lieferung. Doch als es ankam, war es keineswegs ein riesiger Berg aus Metall, Plastik und Schrauben –mit wenigen Handgriffen konnte ich es fahrtüchtig machen. Hätte ich mir übrigens auch denken können, denn es kam ja per DHL Sperrgut.

Weil ich es ehrlich gesagt selbst ganz cool fand, hab ich ihr gleich noch ein Blaulicht, eine Anhängerkupplung und einen Anhänger mitbestellt, denn so können Cousin und Nachbarsjunge gleich mitfahren…als Beifahrer des Mädchens im coolsten Gokart der Nachbarschaft. Denn das Pink ist zusammen mit dem Mint schick genug, dass selbst die beiden Jungs sich nicht zu schade sind Schlange zu stehen, um auch mal auf dem Fahrersitz Platz nehmen zu können. Da die ein bisschen größer sind als meine Tochter, versetzen die Kids dann eigenständig den Sitz etwas nach hinten, was – hehe – kinderleicht geht.

Nachteil: eben weil es so cool ist, wollen wir es nicht im Hof stehen lassen. Sonst bekommt es noch zusätzliche Beine zu den vier Luftreifen. Glücklicherweise ist das kein echter Nachteil, denn man kann es hochkant verstauen und so stellt es uns nicht den Keller voll.

Töchterchen ist überglücklich, wir haben einen europäischen Hersteller unterstützt, eine Bestellmöglichkeit ohne den Händler mit dem großen A gibt es hier und die Brücke zwischen den Geschlechtern wurde weiter verstärkt – was will man mehr.

Wie handhabt ihr das mit euren Kids – gibt es Spielzeuge, die ihr wirklich nur eurem Sohn bzw. wirklich nur eurer Tochter schenken würdet? Handelt ihr nach den Wünschen eurer Kids oder bietet ihr ihnen bewusst mal etwas „gender-fremdes“ an, also dem Sohn eine Puppe oder so? Mich würde eure Meinung interessieren – diskutiert gerne unten in den Kommentaren! Meine Redaktionskollegin Julia hat sich übrigens hier auch ein paar Gedanken zum Thema Bedürfnisse von Kindern gemacht.

BERG Buddy Lua

Die wichtigsten harten Fakten des BERG Buddy Lua im Überblick:

  • Für Kinder von 3-8 Jahre bis 50 kg
  • Schalensitz mit Wimpelständer
  • BFR: Rücktrittbremse und sofort rückwärtsdüsen
  • Vier Luftreifen
  • Robuster Rahmen mit stabiler Pendelachse für gute Bodenhaftung
  • Erweiterbar mit Anhängerkupplung und Anhänger

Diskutiere mit uns: Sind Geschlechterrollen noch immer so stark verankert?

Wie ist das mit euren Kids, haben die ihre Geschlechterrollen übernommen, ein eigenes entwickelt oder war es ganz anders bei euch? Erzählt doch mal ein wenig in den Kommentaren!

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Katrin
Katrin
3 Monate zuvor

Sehr schön geschrieben! Hier herrscht bei unseren zwei Mädels der Grundsatz „Alles kann, nix muss.“ Beide kommen aus dem gleichen Stall und sind dennoch völlig unterschiedlich im Hinblick auf Wesen, Hobbies, Mode- und Spielzeuggeschmack – warum sollte es auch anders sein? Es sind ja zwei völlig unterschiedliche Menschen. Nummer eins liebt Pokémon, würde Kleider nur mit der Kneifzange anfassen und ist in der Klasse bei den Jungs besonders beliebt, weil man mit ihr so toll Fussball spielen kann. Trotzdem ist sie ein sensibles Mädchen, das auch viele feminine Attribute auszeichnet. Nummer zwei liebt Röcke, Einhörner, Glitzer und Pink. Grundsätzlich kann nicht genug Puppen geben. Trotzdem klettert sie jeden Baum rauf und setzt ihren Kopf durch, wo sie nur kann. Ich versuche mir abgewöhnen „rechts und links“ zu schauen oder „genderspezifisch“ zu handeln- Hauptsache glücklich. Am wichtigsten empfinde ich, dass die Kids sich ausleben und selbst Erfahrungen sammeln dürfen – egal ob sie pink oder blau sind 😉. So ein GoKart steht übrigens bei beiden ganz oben auf der Wunschliste – Farbe zweitrangig (wobei lila mir persönlich auch gefallen würde 😉).

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